Was sind Website Themes?

von Kay Eickhoff

Website Themes sind Vorlagen, die für die Erstellung von Websites genutzt werden.

Zum besseren Verständnis. Was ist ein Theme, was ist ein Template?

Ein Theme beinhaltet alle Dateien, die für eine Anpassung der Programmierung, des Designs und des Contents erforderlich sind. Das Theme ist in der Regel für ein bestimmtes Content-Management-System (CMS) ausgelegt. Es umfasst:

  • die Programmierung, Erweiterungen und Module
  • das Web Design, Farben, Schriften, Bilder und Icons
  • Beispielseiten und Inhalte

Ein Template hingegen ist eine programmierte oder designte Vorlage, die in eine Website implementiert (integriert, eingesetzt ) werden kann.

  • Ein Template kann zum Beispiel ein 2-spaltiges Layout sein, ein Navigations-Modul oder eine designter Slider.

Der Grundgedanke: Themes sollen den Entwicklungsprozess einer Website verkürzen.

Wer bereits erste Erfahrungen mit einem Webbaukasten gesammelt hat, kennt die Option der Vorlagenauswahl. Nachdem man sich für eine Webvorlage entschieden hat, tauscht man die integrierten Bilder, Texte und Inhalte gegen eigenen Content aus. Da das Webdesign bereits vorgegeben ist, kann man sicht direkt der Contenterstellung widmen. Das mindert den Gesamtaufwand und die Website geht schneller online.

Worauf sollte man beim Einsatz von Themes achten?

  • Welches Content-Management-System wird genutzt? Bekannte und gängige CMS-Systeme sind zum Beispiel: TYPO3, Joomla, Drupal, WordPress, Contao, Wix, Squarespace, IONOS, Strato, Jimdo, Webflow
  • Ist für die Erstellung der Website der Einsatz eines Themes notwendig?
  • Welches Ziel soll mit der Website erreicht werden? Es gibt kein Master-Theme, das für jede Website als Vorlage genutzt werden kann.
  • Das Theme sollte bestmöglich zum Projekt passen ohne umfangreiche Anpassungen an der Programmierung und dem Design vornehmen zu müssen.
  • Wird das Theme regelmäßig vom Entwickler mit Updates versorgt, sodass es auf lange Sicht aktuell gehalten werden kann?
  • Gibt es einen offiziellen Support oder eine Community, an die man sich bei Fragen richten kann?
  • Wie offen ist das Theme gestaltet? Kann der Administrator der Website bei Bedarf alle relevanten Programmierungen und Elemente bearbeiten?
  • Welche Designs und Features beinhaltet das Theme? Können nachträglich Module verändert oder eigene hinzugefügt werden, ohne den Update-Zyklus zu beeinträchtigen?
  • Wie sauber ist das Theme programmiert und beeinflusst es die Programmierung und Wartung des gewählten Content-Management-Systems?
  • Ist die Website auch ohne Theme funktionsfähig?

Pro und Contra von Themes bei der Erstellung von Websites.

Pro:

Ein Vorteil liegt in der Möglichkeit, dass auch weniger Web affine, mit der Kombination aus CMS und Theme, eine eigene Website erstellen können. So lassen sich, je nach genutzter Vorlage, optisch gute und sauber programmierte Websites realisieren.

Auf jeden Fall ist es ratsam einen Blick „unter die Haube des Themes“ zu werfen, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen! Was auf den ersten Blick modern und gut aussieht, kann sich im laufenden Betrieb und der Wartung, als arbeitsintensiv und wenig praktikabel herausstellen.

Contra:

Gutes Webdesign erhöht die positiven Reputation des Kunden. Vorgegebene Designs sind in dieser Hinsicht eher hinderlich und wenig zielführend, da sie selten perfekt dem Markenkern des Unternehmens entsprechen.

Themes bieten häufig eine Fülle an Template, Modulen und Elementen, die für das eigene Projekt nicht gebraucht werden. Dadurch wird das CMS unnötig überladen.

Je mehr externe Faktoren auf die Webentwicklung Einfluss nehmen, desto mehr Zeit und Aufwand fließen in die Wartung und Sicherung der lanfgristigen Stabilität.

Selbst wenn Bilder und Textinhalte der Vorlage durch eigenen Content ersetzt werden, bleibt das Look & Feel des Themes erhalten. Die ersten Sekunden entscheiden maßgeblich über den Erfolg einer Website. Welchen Eindruck hinterlässt man aber, wenn auf dem ersten Blick erkennbar ist, dass sich keine Zeit und Muße genommen wurde, das eigene Unternehmen optimal zu präsentieren? Anstatt in die eigenen Vorteile zu investieren, zwängt man sein Business in ein Design, welches nicht optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

„Ändert man die Vorlage, ändert man alles.“

Themes bieten ein in sich stimmiges Design. Das Image-Branding sieht gut aus, die Überschriften haben genau die richtige Satzlänge, die Texte haben eine perfekte Schriftgröße und sind zudem gut platziert. Das Wording klingt überzeugend und die Menge an präsentierten Content ist optimal gewählt.

Startet man jetzt den eigenen Designprozess, ändert man das funktionierende Räderwerk. Dies kann schon mal ziemlich ernüchternd sein. Wenn die eigenen Bilder nicht die Wirkung der verwendeten Stock-Fotos haben, das eigene Logo nicht zum Webdesign passt oder die Menge an Content nicht ausreicht, landet man zwangsläufig dort wo alles beginnt. Beim Webdesign!

Fazit.

Wenn sich eine Vorlage nahezu perfekt auf ein Webprojekt übertragen lässt und Faktoren wie Sicherheit, Technik und Datenschutz stimmen, spricht unserer Meinung nach nichts gegen den Einsatz von profesionellen Themes.

Für alle anderen Fälle gibt es Konzepter, Webdesigner, Programmierer, Texter, Fotografen und SEO-Profis. Allesamt darauf spezialisiert, erfolgreichen Content zu entwickeln und indiduelle Websites zu gestalten.

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